Content-Tipps für die Weihnachtszeit

17.01.2021 – Wir haben in den letzten Monaten wieder viel recherchiert und gelesen und Euch zum Jahresende die Highlights herausgesucht, die jeden von Euch im nächsten Jahr weiterbringen können. Wir wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit.

Christoph:

Meine Entdeckung des Jahres ist Team Topologies von Matthew Skelton und Manuel Pais, was ich Entwickler:innen, Agile Coaches und Produktmanagern gleichermaßen empfehlen kann. Skelton und Pais beschreiben einfach anwendbare Prinzipien für gute Teamschnitte und auch deren Evolution. So hilft das Buch uns, das Konzept der Vertikalisierung zu verfeinern und dessen Grenzen zu überwinden. Wie wir bei TFN gehen die Autoren sehr strukturiert und methodisch vor. Nicht zuletzt deswegen fügen sich ihre Konzepte so gut in unsere BSOCAS-Methodik ein.

Johannes:

Meine Leseempfehlung ist The Art of Action – How Leaders Close the Gaps between Plans, Actions and Results von Stephen Bungay. Bungay macht hier u.a. den Strategiebegriff greif- und handhabbar. Die Grundlagen lieferte von Moltke bereits vor über 150 Jahren. The Art of Action bietet Produktmanagern einen „Werkzeugkoffer“ an Prinzipien sowie grundsätzlichen Denk- und Handlungsmodellen, der – entsprechend unserer BSOCAS-Methodik – den Bogen aus dem Business Model über die Product Execution bis in die Product Operations spannt.

Michael:

Gemäß unserer BSOCAS-Methodik, die ich u.a. auf der SEACON mit Sven Andrä vorgestellt habe, empfehle ich in Bezug auf Business Model Design im Kontext einer Digitalisierung das Buch von Jim Kalbach Jobs to be done Playbook: Align Your Markets, Organization, and Strategy Around Customer.

Jim erklärt anschaulich, wie die Methodik nicht nur zur Ableitung von Produkten, sondern zur konsequenten Gestaltung der Organisation und Architektur eines Unternehmens genutzt werden kann.

Wer nicht die Zeit und Lust zum Lesen hat empfehle ich dieses Video vom UXRS April Meeting 2020.

Martin:

Wenn Unternehmen die Lösung der Probleme ihrer Kunden über eine eigene digitale Produktentwicklung angehen möchte, hat dies nicht nur einen großen Einfluss u.a. auf Organisation und Architektur sondern auch auf die Steuerung der Produktentwicklung ohne lange Anforderungslisten. Einer der wichtigsten Artikel in diesem Zusammenhang ist Project-vs-product-organizational-focus  um den Unterschied zwischen Projekt und Produktorganisation zu verdeutlichen.

Warum eine Roadmap wichtig, welche Ziele damit erreicht werden können und wie sie dafür aufgebaut sein muss wird in dem Podcast von Janna Bastow Co-Founder von Mind the Product und ProdPad anschaulich dargestellt.

Thomas:

„Agile Business Analysis is the love-child of two parents: Agile and Business Analysis“.
The Business Case for Agile Business Analysis – Requirements Engineering Magazine (ireb.org)
Howard Podeswa bietet hier einen guten Einstieg mit Denkanstößen zur notwendigen Anreicherung agiler Vorgehensweisen um analytische Kompetenzen. Der Business Analyst ist dabei zwischen unseren Rollen des APC (Agile Product Controlling) und APM (Agile Program Management) angesiedelt – viel Spaß beim Lesen!

Volkmar:

Passend zum Jahreswechsel kann ich denjenigen unter Euch, die sich schon immer gewundert haben, warum die guten Vorsätze fürs neue Jahr nach spätestens 6 Wochen vergessen sind, das Buch „The Power of Habits“ empfehlen. Charles Duhigg beschreibt in diesem Buch, wie wir unser Verhalten nachhaltig durch das Antrainieren von Gewohnheiten verändern können (und wie genau das funktioniert). Die Quintessenz aus dem Buch könnt Ihr auch ganz einfach hier anschauen.
Eines der für mich spannendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, ist „Coaching, Beratung und Gehirn – Neurobiologische Grundlagen wirksamer Veränderungsprozesse“ von Gerhard Roth und Alica Ryba. Die im Buch behandelte Kernfrage formulieren die beiden Autoren im Vorwort ihres Buches folgendermaßen: „Wie sollte Coaching (und gleichermaßen Psychotherapie) sowohl hinsichtlich der Wirkungsmodelle als auch in Bezug auf die Interventionen aussehen, um psychologisch-neurobiologischen Erkenntnissen einerseits und den Ergebnissen der Wirksamkeitsforschung andererseits genügen zu können?“ Das Buch schlägt dabei einen Bogen von der Abgrenzung zwischen Coaching und Therapie über den Aufbau des menschlichen Gehirns bis hin zu verschiedenen Persönlichkeitsmodellen und der Frage, wie wirksam Coaching überhaupt ist. Insgesamt keine einfache oder kurzweilige Lektüre, aber aus meiner Sicht das interessanteste Buch, das ich bisher zum Thema gelesen habe. Einen Vortrag von Gerhard Roth zum Thema findet Ihr hier.

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